SAG, WAS DU BRAUCHST

By Monic Heinen Diakité | Archiv

Es gibt Dinge, die kann mensch nicht alleine tun.

Entweder, weil es dafür mehr Hände braucht, als ihm selber zur Verfügung stehen oder auch, weil die eigene Talente-Palette nicht ausreicht, oder manchmal auch einfach, weil alles zu viel wird, man an vielen Orten gleichzeitig sein sollte oder einem alles über den Kopf wächst.

Geht es dir auch manchmal so?

Es braucht manchmal Mut,

sich zu outen und dazuzustehen, dass man etwas nicht alleine schafft resp. etwas nicht kann.
Dies umso mehr, weil oft „um Hilfe fragen“ mit Schwäche assoziiert wird.

Ich glaube, solche Glaubenssätze sind alte Zöpfe.
Ich bin überzeugt, dass es von Stärke zeugt, wenn man zugeben kann, dass man Hilfe braucht.

Aus was für Gründen auch immer.

Wenn wir endlich mit offenen Karten spielen würden, würden wir merken, dass wir ALLE nicht alles können.

Es ist Zeit, dass wir uns dem zuwenden, was wir können und mit unseren Talenten die Welt bereichern.

Damit wir das tun können, müssen wir eben Unterstützung anfordern, um das zu tun, was wir selber nicht können.
Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, kann auf der Welt viel mehr Positives bewegt werden, in viel kürzerer Zeit.

Es gibt Dinge, die erledige ich mit Links, an anderen beisse ich mir fast die Zähne aus und verschwende ganz viel Zeit, die ungenutzt verstreicht.

Wenn nun jeder VOR ALLEM das machen würde, was er „mit Links“ kann, weil er darin Übung, Talent, Erfahrung usw., statt sich mit Dingen abzumühen, die er nur mit riesigem Aufwand selber tun kann und dabei ganz viel Energie verliert —
Wie viel WUNDERBARES könnte dann auf der Welt verWIRKlicht und beWIRKT werden?

Es ist Zeit, dass wir davon Abschied nehmen, dass wir alles Do-It-Yourself-Typen sind und meinen alles selber meistern zu können.

Es geht nun nicht darum, bei den kleinsten Problemen immer schon die Flinte ins Korn zu legen.. denn schliesslich wachsen wir ja auch an Herausforderungen..

Aber ich denke, es ist WIRKLICH Zeit, dazu zu stehen, was man kann oder eben nicht.
Nicht (be-)WERTend – einfach so.. Als Tatsache..
Denn schliesslich sind wir keine Eierlegende Wollmilchschweine…
Jede/r hat seine/ ihre Aufgabe, die er oder sie auf dieser Welt zu erledigen hat.
Und es ist so..

Gewinnen können wir nur gemeinsam….

Es ist Zeit, den Krieg mit uns selbst und unseren (vermeintlichen) Mängeln zu beenden.
Es ist Zeit, den Krieg um Besser/ Schneller/ Klüger/ zu beenden.
Es ist Zeit, Energie zu verschwenden, mit Gedanken darüber, was wir alles nicht können, was andere besser können, was andere wohl über uns denken mögen….
Es ist Zeit ENDLICH einfach sich selbst zu sein…

Im Wissen, dass wir „Herdentierchen“ sind..
aber ganz originelle! Jedes ein ORIGINAL!
Jedes mit anderen Kompetenzen.

Lasst uns unser Können vermehrt achten und dazu stehen, was wir nicht können…
Wir alle sind mit anderen Begabungen auf die Welt gekommen und es ist einfach unmöglich, in allen Dingen „topp“ zu sein.

Ich bin gewiss, wenn wir es auf dieser Welt zu etwas bringen wollen, müssen wir Hilfe annehmen können, genau so wie wir Hilfe anbieten müssen, resp. anderen helfen müssen.
Genauso, wie ich gewiss bin, dass es auf unserer Welt viel angenehmer zu leben wäre, wenn wir mehr Hilfe annehmen, anfordern und auch geben können.

Jede/r von uns hat Phasen, in denen es ihm gut geht und in denen er wunschlos glücklich ist und Phasen, in denen irgend etwas nicht so rund läuft.

Manchmal braucht es auch nur ganz wenig, damit es wieder rund laufen würde.
Das sind die Momente, in denen es gut ist, wenn jemand hilft.

Wer dieser „jemand“ ist, ist dabei unerheblich. Wichtig ist lediglich, dass der jemand zu helfen vermag.

Spannend finde ich immer wieder, dass es gut tut, anderen zu helfen.

Ich habe oft erlebt, wie ich in Momenten, in denen ich EIGENTLICH gar keine Zeit und Energie hatte, durch kleinere oder grössere Hilfeleistungen an andere meine eigenen Batterien aufladen konnte und dadurch sogar wieder mehr Energie hatte, meine eigenen Dinge durchzuziehen.

Es Gä und es Nä halt… (Ein Geben und Nehmen)

Ich bin überzeugt, dass wir ganz viel Paradies auf Erden hätten, wenn wir viel mehr Geben UND (An-)Nehmen würden.

bedingungslos..

d.h. ohne schlechtes Gewissen, ohne Verpflichtungen gegenüber Dem-/ Derjenigen, von denen ich Hilfe bekam.

Ganz im Wissen, dass ich ja dann auch irgendwann wieder irgendjemandem helfe…

Das Sprichwort: „Wenn jeder sich selbst hilft, ist allen geholfen“. stimmt.. tja.. und manchmal besteht die Selbsthilfe darin, HIlfe anzufordern. 😉

Wenn wir uns selbst und den anderen gegenseitig helfen, ist allen geholfen.

Es ist Zeit, dass wir uns und den anderen helfen, denn so können wir die Welt jeden Tag noch ein bisschen besser machen.

Unsere eigene kleine, sowie auch die ganze weite Welt..

Hilf und dir wird geholfen – Hilfsch dü mier, de hälf ich dier…
und
Frage, wenn du Hilfe brauchst, dann wird dir geholfen…

Bisch derbie?

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About the Author

Monic Heinen Diakité ist Mutter (2007/ 2008), Primarlehrerin und Heilpädagogin. Zusätzlich absolvierte sie Weiterbildungen in ganzheitlicher Begabungs- und Begabtenförderung, MAS Unterrichtsentwicklung und Beratung sowie Schulpraxisberaterin und Supervisorin. Sie liebt es Schatzkästchen zu entdecken, abzustauben, öffnen und glänzen lassen zu können!

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